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OXUMARÉ

ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Oxumaré (Òsùmàrè) oder Exumarê ist der Regenbogen-Orixá in der Mythologie der Yorubá. Er verbindet Himmel und Erde. Er ist die Regenbogenschlange. Bei den Nagô steht er für Mobilität und Aktivität. Eine seiner Aufgaben ist, die Kräfte zu lenken, die die Bewegung steuern. Er ist der Herr von allem, das länglich ist. Die Nabelschnur steht unter seiner Kontrolle; sie wird – meist zusammen mit dem Mutterkuchen – unter einer Palme vergraben, die zum Eigentum des Neugeborenen wird, dessen Gesundheit vom Wohlergehen dieses Baumes abhängt.

Als Sohn Nanã Burukus stammt Oxumaré aus Mahi im früheren Daomé, wo er als Dan bekannt ist. In der Region Ifé nennt man ihn Ajé Sàlugá: Jener, der den Menschen Reichtum bringt. Er war einer der Kameraden Oduduwas bei seiner Ankunft in Ifé. Man sagt, Oxumaré sei Mann und Frau, aber in Wirklichkeit stellt er eher einen Zyklus dar: den Kreislauf des Lebens, denn aus der Vereinigung von Mann und Frau geht das Leben hervor. Oxumaré ist ein männlicher Orixá.

Dieser Vodun wird in der Nation Fon Dan oder Bessém genannt und stammt aus der Region Mahis im heutigen Benin. Er gehört zur Familie Dambirá und heißt in der Nation Neje-Mina (Ewe) Dambalá Aidô Huedô oder Dambelá/Dambará, was dann auf Dan oder Dá – die Schlange, seine mythologische Darstellung – verkürzt wird. In der Nation Bantu gibt es den Nkisi Hongolô mit ähnlichen Eigenschaften wie Oxumaré. Der weibliche Aspekt dieser Gottheit trägt den Namen Angoroméa, der männliche den Namen Angorô. Auch seine Hauptfunktion ist es, Bewegung und Wandel zu bringen und so der Existenz von Mensch und Welt Kontinuität zu geben. Genau wie der Vodun ist auch er zwiespältig. Die Differenzierungen unterscheiden sie innerhalb der Nationen. Aufgrund seiner Entwicklung gilt dieser Vodun in seiner Nation als Bringer von Reichtümern für die Welt und den Menschen. Für die Yorubá ist die Gottheit des Reichtums Babá Ajê Xaluga (Aje Sàlugà) aus dem Oxaguian-Pantheon.

Er steht auch für Reichtum und Wohlstand, einer der bei den Yorubá populärsten Vorteile. In mancherlei Hinsicht wird er mit dem Vodun Dan aus der Region der Mahi verwechselt. Er ist das Symbol für Kontinuität und Dauerhaftigkeit. Gelegentlich wird er als Schlange dargestellt, die sich selbst in den Schwanz beißt.

Oxumaré hat viele Aufgaben und man sagt, er sei der Diener Xangôs, und als solcher sei es seine Aufgabe, das Regenwasser über den Regenbogen zurück in die Wolken zu tragen. Er ist der zweite Sohn Nanãs, Bruder Ossaims, Euás und Obaluaiês (Omolus), die mit dem Geheimnis von Tod und Wiederauferstehung in Verbindung stehen. Seine Kinder tragen ineinander geflochtene, Brajá genannte Halsketten aus Caurimuscheln, die die Schuppen einer Schlange darstellen. Wie Nanã und Omolu tragen sie auch de Lagdigbá, eine weitere Halskette.

Oxumaré hat im Candomblé zwei Manifestationen: den männlichen Oxumaré, dargestellt durch den Regenbogen, und die weibliche Oxumaré, die Frekuem heißt und durch die Schlange dargestellt wird. Oxumaré wird im Orakel dargestellt durch den Odu Iká und im Candomblé körperlich und immateriell durch den als Igba Oxumaré bezeichneten heiligen Schrein. Die Gottheit ist 6 Monate lang Mann und 6 Monate lang Frau, gilt aber als Vater des Kopfes und nicht als Mutter.

Oxumaré ist der jüngste und der Lieblingssohn Nanãs, der Bruder Omulus. Er ist eine sehr alte weiße Gottheit, die an der Erschaffung der Welt beteiligt war und sich um die Erde wickelt und so die Materie zusammenbringt und der Welt Form gibt. Er erhält das Universum, lenkt Sterne und Ozeane und setzt sie in Bewegung. Oxumaré schlich durch die Welt und schuf ihre Täler und Flüsse. Er ist die große Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt als Symbol für die Kontinuität der Bewegung und des Kreislaufs des Lebens. Ihm gehört die Schlange und das ist der Grund, warum man im Candomblé keine Schlangen tötet. Seine Essenz ist die Bewegung, die Fruchtbarkeit, der Fortbestand des Lebens.

Oxumaré sorgt für die Kommunikation zwischen Himmel und Erde. Er bringt das Meerwasser in den Himmel, damit sich der Regen bilden kann – er ist der Regenbogen, die große farbenfrohe Schlange. Er stellt die Kommunikation zwischen der übernatürlichen Welt, den Ahnen und den Menschen sicher, und wird daher mit der Nabelschnur assoziiert. In Bezug auf Oxumaré ist jede feste Definition schwierig und riskant. Man kann noch nicht einmal sagen, dass er ein männlicher Orixá oder eine weibliche Orixá ist, denn er ist beides zugleich: das halbe Jahr ist er männlich, die andere Hälfte des Jahres weiblich. Aus diesem Grund ist das mit seinen Mythen und seinem Archetyp assoziierte Grundprinzip die Dualität.

Diese allgegenwärtige Präsenz führt dazu, dass Oxumaré alle grundlegenden Gegensätze in sich trägt: Gut und Böse, Tag und Nacht, männlich und weiblich, süß und bitter usw. In den sechs Monaten, während denen er eine männliche Gottheit ist, stellt ihn der Regenbogen dar, da Oxumaré ja die Macht zugeschrieben wird, Regen und Trockenheit zu regulieren, denn solange der Regenbogen strahlt, kann es nicht regnen. Gleichzeitig beweist die bloße Existenz des Regenbogens, dass das Wasser als Dampf in den Himmel steigt, wo er sich zu Wolken verdichtet, die nach einer weiteren chemischen Umwandlung in den flüssigen Aggregatszustand übergehen und in dieser Form auf die Erde zurückkehren, wo alles von vorne beginnt: das Verdampfen des Wassers, neue Wolken, frischer Regen usw. In den folgenden sechs Monaten nimmt Oxumaré die weibliche Form an und nähert sich den Gegensätzen dessen an, was er im vorangegangenen Halbjahr repräsentiert hatte. Er wird dann zur Schlange, die gezwungen ist, sich agil über die Erde und durchs Wasser zu schlängeln, die Höhen hinter sich zu lassen und immer nahe am Boden zu leben, wodurch er an Transzendenz verliert und in höherem Maße materiell wird.

Tatsächlich kann man aus den Gegensätzen, wie Oxumaré sie darstellt, ableiten, dass er der Orixá der Bewegung ist, der Handlung, der beständigen Veränderung, des steten Schwankens zwischen einem Weg und dem anderen, über die sich das Leben der Menschen schlängelt. Er ist der Orixá der These und der Antithese. Deshalb sind seine Domänen alle regelmäßigen, nicht enden wollenden Bewegungen wie der Wechsel zwischen Regen und Sonne, Tag und Nacht, positiv und negativ. Man erzählt sich von ihm, dass er als Schlange sehr aggressiv und gewalttätig sein kann, sodass er sich sogar selbst in den Schwanz beißt. Das führt zu ständiger Bewegung, denn solange er den eigenen Schwanz nicht erreicht, dreht er sich ohne Kontrolle in einem fort. Diese Bewegung stellt die Erdrotation dar und die Reise der Erde um die Sonne, ein sich stets wiederholender Kreislauf, wie die Bewegung aller Planeten und Sterne im Universum, die von der Schwerkraft und den Gesetzen gesteuert werden, die diese Vorgänge unveränderlich, ewig erscheinen lassen – oder doch zumindest sehr dauerhaft im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung des Menschen auf der Erde, nicht nur hinsichtlich der Spezies insgesamt, sondern vor allem auch hinsichtlich des Daseins des Einzelnen. Würde diese Bewegung plötzlich stoppen, so würde das Universum wie wir es kennen aufhören zu existieren und sofort würde das Chaos herrschen. Diese Vorstellung rechtfertigt ein traditionelles Gebot des Candomblé, nach dem man Oxumaré immer gut mit Nahrung versorgen und sich gut um ihn kümmern muss, denn sollte er seine Kraft verlieren und sterben, so würde dies nicht mehr und nicht weniger als das Ende des Lebens auf der Welt bedeuten.

Während der Regenbogen die fröhliche Nachricht vom Ende des Sturms bringt, von der Rückkehr der Sonne, von der Möglichkeit der freien und bequemen Bewegung, ist die Schlange besonders für eine Zivilisation des Waldes gefährlich, denn dort ist sie in ihrem typischen Lebensraum und kann rasch zuschlagen. Oxumaré wird mit dem Geheimnisvollen assoziiert, mit allem, das eine Entschlossenheit jenseits des Menschenmöglichen, des Schicksals nahelegt; kurz: Er ist der Herr über alles, das lange dauert.

Oxumaré ist der Orixá aller Bewegungen, aller Zyklen. Sollte Oxumaré eines Tages seine Kräfte verlieren, ist das das Ende der Welt, denn das Universum ist dynamisch und auch die Erde ist in ständiger Bewegung. Man stelle sich nur eine Erde vor, die sich nicht um die Sonne und um sich selbst dreht; man stelle sich eine immerwährende Jahreszeit, eine ewige Nacht, einen nicht enden wollenden Tag vor. Die Erde darf nicht aufhören, sich zu bewegen, dem Tag muss die Nacht folgen, einer Jahreszeit die nächste und der Wasserdampf muss zum Himmel aufsteigen, um erneut als Regen auf die Erde fallen zu können. Oxumaré darf nicht vergessen werden, denn das Ende der Zyklen ist das Ende der Welt. Oxumaré lebt im Himmel und kommt uns über den Regenbogen auf der Erde besuchen. Er ist eine große Schlange, die die Erde und den Himmel umschlingt und die Einheit und Erneuerung des Universums sicherstellt. Oxumaré ist der Orixá des Reichtums, aber wie seine Geschichte zeigt, war dem nicht immer so: Oxumaré war einst ein von Olofim, dem König Ifés, sehr ausgebeuteter Babalawo (Hohepriester); Olofim war sein wichtigster Kunde und befragte ihn alle vier Tage. Er wurde für seine Dienste sehr schlecht bezahlt und lebte in Armut. Olokum, die schönste und reichste in Afrika bekannte Göttin, ließ Oxumaré rufen, um ihre Tochter zu heilen, die an einer seltsamen Krankheit litt. Mithilfe seiner Zauber heilte Oxumaré Olokums Kind und kehrte mit Reichtümern beladen und im schönsten Blau gekleidet zurück. Olofim bereute nun seinen Geiz und um noch mehr aufzutragen als Olokum, überhäufte auch er Oxumaré mit Reichtümern und gab ihm sogar rote Kleidung. Oxumaré wurde reich und von allen respektiert.

Eines Tages erkrankte Olodumaré, der höchste Gott, von all den Besuchen, und ließ Oxumaré rufen. Der große Gott wurde geheilt und wollte sich danach nicht mehr von Oxumaré trennen und lud ihn ein, im Himmel zu leben. Oxumaré besuchte fortan die Erde von Zeit zu Zeit über den Regenbogen. Bei diesen Besuchen machte er Menschen reich und glücklich.

Die Runjebe (Halskette zur Angabe der Seniorität im Candomblé), die die Novizen nach ihren sieben Jahren Lehrzeit erhalten, gehört Oxumaré (manche weisen sie dem Orixá Iroko zu) und repräsentiert den Kreislauf von Leben und Tod (die Kontinuität). Sie ist eine Kette, die zu den Jeje-Ritualen gehört, sich aber auf alle Nationen des Candomblé ausgebreitet hat.
Die Wasserfälle, an denen der Regenbogen dauerhaft ist, sind die besten Orte zur Verehrung Oxumarés. Manche verwechseln ihn mit Oxum, so als wäre er eine ihrer Manifestationen – Oxum Maré. Manche setzen Oxumaré sogar eine Fransenkrone (Adé) auf. Das ist ein Irrtum, denn er ist ein eigenständiger Orixá mit eigenen Charakteristika und Domänen und seiner eigenen Geschichte; das Einzige, das er mit Oxum gemein hat, ist seine Vorliebe für Reichtum und alles Schöne.

Oxumaré reguliert den Regen, verteilt ihn über die ganze Erde und verwandelt ihn anschließend in Wolken, damit er in einem ewigen Kreislauf erneut auf die Erde fallen kann. Damit reguliert er auch die Dürren und Trockenperioden mit all ihren Folgen. Mit dem Regen kann er Armut bringen, wenn er zu Überflutungen und Hochwasser führt, mit seinem Ausbleiben bringt er Trockenheit, Tod und Ernteausfall. Aber Oxumaré bringt auch den Ernteerfolg, wenn der Regen in der richtigen Menge fällt und zu Wohlstand und Reichtum führt. Wenn nach den schweren Regengüssen der Regenbogen erscheint, zeigt dieser an, dass Oxumaré auf die Erde gekommen ist. Er erleuchtet den Himmel und zeigt seine Macht. Die Erde hat er schon fruchtbar gemacht, denn mit sich bringt er die Macht der Wärme seines Bruders Omolu, um die Erde zu erwärmen und bei der Keimung neuen pflanzlichen Lebens zu helfen. Diese Beruhigung bringt die Verteilung der Axé Olodumares über die Welt mit der Fruchtbarmachung des Bodens und der Entstehung und dem Erhalt des Lebens sowie der Verteilung der Reichtümer.

Oxumaré pflegt die Menschen zu verwirren, damit sie sich weiterentwickeln und lernen, um so seinen Kreislauf des Seins auf eine höhere Ebene zu bringen. Deshalb tarnt er sich genau wie Iewá gerne beim Merindilogun, versteckt sich, zeigt nur das, wovon er möchte, dass die Menschen es sehen. Er zeigt an, dass die Babalawos (Priester, in der Nation Fon: Bokonos) und selbst die Babalorixás/Yalorixás – Priester und Priesterinnen – genau wissen müssen, was sie tun und dass sie ständig weiter hinzulernen und sich weiterentwickeln müssen. Oxumaré war zu Beginn der Schöpfung ein mächtiger Babalawo, auch anerkannt als der Patriarch aller Babalawos, ein Bote der göttlichen Absichten.

Als Herr des Kurvenreichtums ist er der Herrscher über die Flussbiegungen und Mäander, die an kriechende Schlangen erinnern, gleichzeitig aber auch verantwortlich für alles Lange und Dünne, wie Zepter, Rankengewächse, Palmen.

 

EIGENSCHAFTEN DER KINDER

Seine Kinder haben im Leben anfänglich, wie Oxumaré der Legende nach, häufig große Schwierigkeiten, sind arm oder werden nicht gefördert, wenden das Blatt später aber und werden reich, mächtig und oft auch hochmütig. Sie verweigern aber nie jemandem die Hilfe, der sie wirklich benötigt. Und es ist nicht selten, dass man erlebt, wie ein Kind Oxumarés sich zugunsten der Bedürftigen leichtherzig von Dingen trennt, was einen Kontrapunkt zu seinem Hochmut und der Zurschaustellung seines Reichtums darstellt. In dieser Phase ist es im Regenbogen, seiner süßesten und ernsthaftesten Phase.

Solange sie ruhig sind, sind die Kinder Oxumarés sehr umgängliche Menschen, aber sie sind furchterregend, wenn sie wütend werden; in diesem Zustand repräsentieren sie die Schlange, die die negative Seite Oxumarés zum Vorschein bringt: die Falschheit und das Böse.

Alles in ihrem Leben verändert sich: Freunde, Liebschaften, Wohnorte. Sie lieben die Veränderung, und wenn sie sich verändern, dann radikal. Sie können auch bisexuell werden, denn die Bisexualität gehört zu diesem Orixá, der 6 Monate lang Mann und 6 Monate lang Frau ist. Seine Kinder sind nicht etwa beiderlei Geschlechts, aber es kann sein, dass sie ganz natürlich Männer und Frauen mögen und sich von beiden angezogen fühlen. Dennoch ist der Orixá im Grundsatz männlich.

Oxumaré ist die ständige Erneuerung in allen Aspekten des Lebens. Er ist die Erneuerung der Liebe im Leben. Und wo die Liebe der Leidenschaft weicht oder der Eifersucht, dort endet der Einfluss Oxums und es beginnt der seinige, der sowohl die Leidenschaft als auch die Eifersucht verwässert. Er verwässert die schon im Geist eines Menschen verankerte Religiosität und führt ihn emotional zu einer anderen Religion, deren Doktrin ihm hilft, sich auf dem rechten Weg zu entwickeln.

Diese Neigung zur Erneuerung und zur Veränderung führt dazu, dass sich das Leben der Kinder Oxumarés immer wieder radikal ändert. Sie suchen sich eine neue Wohnung, neue Freunde, eine neue Religion, eine andere Arbeit; immer wieder brechen sie mit der Vergangenheit und suchen nach neuen Alternativen für die Zukunft, um ihren Lebenszyklus zu erfüllen: veränderlich, unsicher, unstet.

Sie sind meist schlank. Wie die Schlangen haben sie aufmerksame, hervorstechende Augen, in die man nur mit Mühe schauen kann, aber sie sind doch „blind“. Sie sind Menschen, die sich an materielle Werte klammern und gerne ihren Reichtum zur Schau stellen. Sie sind stolz und stellen sich auch gerne selbst zur Schau, aber sie sind auch großzügig und trennen sich von ihren Dingen, wenn es darum geht, jemandem zu helfen. Sie sind extrem aktiv und agil und stets in Bewegung und Aktion, sie können nicht innehalten.

Sie sind geduldig und beharrlich im Kampf um ihre Ziele und scheuen keine Opfer, um sie zu erreichen. Die Zwiespältigkeit dieses Orixá manifestiert sich auch in seinen Kindern, insbesondere hinsichtlich der Kehrtwendungen, die sie in ihrem Leben durchführen und die bis zum Umschlagen ins Gegenteil gehen können, wobei sie ohne Probleme von einem Extrem ins andere fallen können. Sie wechseln plötzlich vom Wasser zum Wein, genau wie Oxumaré, der große Gott der Bewegung.

Seine Kinder sind meist sehr wach und haben ihre gesamte Umgebung „auf dem Radarschirm“. Sie denken nicht lange nach und scheuen keine Mühen, um ihre Ziele zu erreichen, denn sie streben immer mehr an, als sie schon haben. Sie hintergehen gerne alle, die sie nicht mögen, denn sie sind sehr misstrauisch. Gleichzeitig sind sie aber auch gute Freunde, wenn sie jemanden mögen. Sie zeigen gerne schönen Schmuck und lieben es, umgeben von Komfort und Opulenz gut zu leben. Wenn sie eine gesellschaftlich höhere Stellung haben, dominieren sie gerne alle in ihrem Umfeld, zögern aber auch nicht, ihre Position zu nutzen, um denen zu helfen, die Hilfe benötigen – und das ohne auf Vergeltung in der Zukunft zu hoffen. Sie sind rank und schlank und haben eine elegante Haltung und einen scharfen und durchdringenden Blick wie die Schlange. Sie sind ironisch veranlagt, ausschweifend, neugierig, geschwätzig – ihre gefährlichste Waffe ist ihre Zunge.

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