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Caboclo

Caboclo und Cabocla sind meist südamerikanische Indianer oder Mestizen, die als Reflektoren des Lichtes inkorporieren. Sie besetzen die Dimension der Einfachheit, der Aktion, der Kraft. Sie symbolisieren den Lebenszyklus der Lebensmitte, des Aufbaus und der Gestaltung.

Sie inkorporieren als männlicher und weiblicher Archetyp, tragen Lederanzüge oder Kopfschmuck, jedoch immer einfach gehalten. Sie stehen sehr aufrecht und stolz, rauchen meist Zigarre, trinken Kokoswasser oder grünen Tee (Mate, Pfefferminz). Sie sind meist starke, stolze Archetypen mit der großen Präsenz und der Souveränität eines Führers.

Sie stehen unter der Führung des Jäger-Orixás Oxóssi, dem Orixá des Wissens, des Überflusses, der Suche, der Ausdauer.

Ihre Rolle ist häufig die der rituellen Führung und auf vielen Terreiros übernehmen sie die Rolle der Führung. Sie inkorporieren sehr häufig in Babalorixás oder Yalorixás, wenn diese Rituale wie den Xirê oder Einweihungen durchführen. Sie sind in der Regel in der Position des Kommandos und selten in der beratenden, erzählenden Funktion. Deswegen kommt es selten vor, dass man sie sprechen hört, noch seltener übernehmen sie die Aufgabe der Lehre oder der Beratung. Wenn sie sprechen, dann um rituelle Anweisungen zu geben, Botschaften zu vermitteln. Ihre Aufgaben und ihre Arbeit verrichten sie regelmäßig über die Kreidezeichen, eine Symbolik der Erkennung und der Arbeit, die unten im Detail erläutert wird.

Caboclos und Caboclas sind für die Doktrin und Disziplin verantwortlich. Sie sind große Kenner der Kräutermagie und der Lebensmittel und ihrer Anwendung bei der Heilung. Sie arbeiten mit den Kräften der Natur, sind starke Entitäten mit großer Präsenz. Sie vermitteln Vertrauen, Klarheit, Sicherheit, Einfachheit, Glaubwürdigkeit. Sie sind es auch, die andere Entitäten einweisen und schulen in der „Theologie“ und dem spirituellen Weg.

Wie oben erwähnt geben auch bei ihnen die Namen Aufschluss über die Energien, in denen sie arbeiten: Caboclo Pena Branca, Cabocla do Fogo, Caboclo da Cachoeira etc.

Ihre Gestik über die Berührung von Energiepunkten, das virtuelle Abschießen von Pfeilen u.ä. ist eine Form der magischen Aktivierung von Portalen und Energien. Sie reinigen und evozieren über Instrumente wie Zigarre, Pfeil und Bogen, Kokoswasser, Rasseln.

Wenn diese und andere Entitäten ihr Medium wieder verlassen, so kehren sie nicht zurück in die Wälder oder Meere oder Felder. Sie sagen, sie würden zurückkehren nach „Aruanda“ (manchmal sagen sie auch „Jurema“) und meinen damit eine spirituelle Stadt. In vielen Interviews mit den Aufgestiegenen Meistern ist von dieser Stadt die Rede. Es heißt, dass auch die Entitäten so etwas wie eine intensive Ausbildung erfahren und in großen spirituellen Städten „leben“.

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