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Die Magie im Ifismus

Im Ifismus spielt Magie eine herausragende Rolle.  Dahinter steht das Prinzip, dass über die Manipulation der geistigen Welt eine Veränderung der materiellen Welt hervorgerufen werden kann und umgekehrt.  Anders als meist angenommen, ist es nicht das eigentliche Ziel der Magie, Reichtum, Liebe, Rache u.a. zu evozieren.  Das eigentliche Ziel ritueller Magie ist die Harmonisierung der geistigen Kräfte, damit die spirituelle Entwicklung harmonisch und in Übereinstimmung mit der Bestimmung erfolgen kann.  Denn nur so wird der Mensch ein guter Mensch.

Der Ifismus verwendet im Wesentlichen fünf rituelle Handlungen in aufsteigender Intensität.  Das rituelle Bad, den Obi, den Bori, den Ebó und die Einweihung.  Während rituelle Bäder häufig unabhängig von dem Befrager konzipiert werden können, sind alle anderen Formen der Magie kein Kochrezept und schon gar nicht allgemein gültig.  Sie werden stets individuell und situativ im Orakel ermittelt.

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Das rituelle Bad. Dieses dient der Reinigung oder dem Ausgleich von Energien und wird bei jeder Einweihung, vor Zeremonien und auch bei spezifischen Themen eingesetzt. Es wird entweder kalt oder heiß hergestellt, als Wasserbad oder als erkalteter Tee – stets aus ausgewählten Pflanzen. Das Bad ist die „leichteste“ Form der Magie.

Obi. Das sind Rituale im Austausch von Energie. Der Babalaô oder Babalorixá/Yalorixá oder aber auch der Klient selbst führen verschiedene Pflanzen, manchmal auch andere Gegenstände, wie Steine oder Symbole, zusammen. Im Candomblé sind das häufig frisch zubereitete Speisen. Diese werden ritualisiert der Natur übergeben im Austausch für eine definierte Qualität/Energie.

Bori. Eine spezielle Form des Obis für den Ausgleich der drei Dimensionen des Kopfes. Fast immer, wenn eine starke innere Disharmonie festgestellt wird, findet dieses sehr kraftvolle Ritual Anwendung. Manchmal erfordert dieses Ritual einen Rückzug, eine Klausur.

Ebó. Die Opfergabe mit tierischem Blut. Anders als häufig dargestellt, handelt es sich hier nicht um ein „blutiges Gemetzel“, sondern um eine rituelle Schlachtung, z. B. eines Huhnes. Es sollten keine Tiere aus Massenhaltung verwendet werden und die Schlachtung erfolgt sehr professionell und ohne Leid für das Tier. In Deutschland sind diese Rituale aufgrund der Gesetzgebung nicht möglich. In Brasilien achtet der Gesetzgeber darauf, dass eine entsprechende Ausbildung vorhanden ist und Hygienevorschriften eingehalten werden. Blut steht für Leben und deswegen werden diese Rituale häufig im Kontext schwerer Krankheiten und schwerwiegender, bedrohlicher Themen eingesetzt. Die Tiere werden nicht sinnlos geschlachtet, meist wird das Fleisch gegessen – so, als wäre es eine Hofschlachtung mit ausgeprägtem rituellem Kontext.

Einweihung. Nur selten verlangt das Orakel eine Einweihung. Im Westen ist eine Einweihung eigentlich nur dann erforderlich, wenn das auch tatsächlich ein Bestimmungsweg des Menschen ist. Bei der Einweihung verbindet sich der Mensch mit den Orixás und geht eine Verpflichtung ein. Sie erfordert 2-4 Wochen Klausur und ist sehr aufwändig. In Europa kann das Ritual derzeit nicht umgesetzt werden.

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